Kursbeschrieb

Die meisten kennen die Verlockung, Ratschläge zu erteilen, weil man, allenfalls durch das Bilden von Hypothesen glaubt, das Problem erkannt zu haben und weil man glaubt zu wissen, wie das Problem zu lösen wäre. Doch ist das wirklich systemisch gedacht? Hilft das den KlientInnen wirklich? Wird das der Wirklichkeitskonstruktion der Klienten wirklich gerecht? Wie nachhaltig ist eine Beratung, in der man zu glauben weiss, was die Lösung sein könnte?

Systemisch nennt sich und arbeitet heute fast jede/r. Doch wenn man genau hinschaut, ist es oft nicht mehr als ein Label. Wirklich systemisch zu denken, zu fragen und zu handeln, verändert das Beratungssetting massiv. Doch wie sieht Beratung aus, wenn man nichts mehr rät? Was bleibt noch, wenn man keine Hypothesen mehr generiert? Erzielt man als BeraterIn dann noch eine Wirkung?

Wir beschäftigen uns in diesem Workshop mit dem systemisch-konstruktivistischen Konzept von Sonja Radatz. Wir tun dies jedoch nur am Rande theoretisch. Vielmehr ist der Sinn des Workshops, anhand von Übungen, Rollenspielen und Selbstreflexion zu überlegen, welchen Einfluss wirklich systemisch zu denken, zu fragen und zu handeln auf die eigenen Beratungsprozesse hat. Weitere Konzepte, die in den Workshop einfliessen sind:

  • Hypnosystemische Arbeit nach Gunter Schmidt
  • Konflikteskalation nach Friedrich Glasl
  • Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg
  • Grundlagen der Kommunikation nach Paul Watzlawick und Friedemann Schulz von Thun

Kursbeschrieb als PDF downloaden: 06.12.2019

Kursaufbau

Kurze theoretische Inputs wechseln sich ab mit Rollenspielen, Übungen und Selbstreflexion.

Kursziele

Die Teilnehmenden

  • haben sich intensiv mit dem systemisch-konstruktivistischen Konzept von Sonja Radatz auseinandergesetzt
  • sind angeregt, über die Art und Weise ihrer beraterischen Tätigkeit nachzudenken
  • (kennen das Eskalationsmodell von Glasl)
  • (kennen die theoretischen Grundlagen der Kommunikation nach Watzlawick und Schulz von Thun)

Anmeldung:

Anmeldung via Web
Frühbucherrabatt bis 1. November 2019

Es sind je 12 Plätze verfügbar. Die Teilnehmendenzahl wird bewusst klein gehalten, damit eine intensive Betreuung durch die Kursleitung sichergestellt ist.
Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Es wird eine Warteliste für kommende Weiterbildungen geführt. (Minimale Anzahl Teilnehmende: 8)

Kursleitung:

Stephan Kälin
lic. phil. Psychologe FSP
Supervisor / Coach BSO
Mediator IEF

Zielpublikum:

Die Weiterbildung richtet sich an Personen, die mit Menschen arbeiten, insbesondere auch an Berufseinsteiger. Im Besonderen an Schulsozialarbeitende, Sozialarbeitende, SchulpsychologInnen, Behördenmitglieder der KESB, Beistände, Lehrpersonen, Schulleitende etc. Sie steht aber grundsätzlich allen interessierten Personen offen.

Kosten:

CHF 300.– (Frühbucher bis 1. November)
CHF 330.– (regulärer Preis)

In diesen Kosten sind alle Kursunterlagen enthalten. Zudem werden die Fotoprotokolle der Weiterbildung im Nachhinein an alle Teilnehmenden versandt. Die Kosten sind im Voraus zu bezahlen.

Kurszeiten:

6. Dezember 2019                   9.00 – 17.00 Uhr

Durchführungsort:

Alterszentrum Stampfenbach (Lindenbachstr. 1, 8006 Zürich). In ein paar Minuten vom HB aus erreichbar.

Schöne Sicht über die Stadt, in Gehdistanz zu Limmat, einem Park und diversen Essensangeboten.

Tram 11 (Richtung Auzelg) oder Tram 14 (Richtung Seebach) bis Station Kronenstrasse. Kurzer Fussmarsch zum Alterszentrum.

Parkhaus vorhanden (CHF 2.– / Stunde).